Herrschen – Leben – Repräsentieren
Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600-1800 
 
Iburg Luftbild Das Osnabrücker Land verfügt mit den einstigen Residenzen Iburg, Fürstenau und dem Osnabrücker Schloss über drei bedeutende Baudenkmale, deren nähere Betrachtung ausgesprochen lohnt. Vom 13. bis 15. September 2012 werden zahlreiche Fachleute erkunden, wie es sich ehemals im Fürstbistum Osnabrück residierte.


Katholiken und Lutheraner als Fürstbischöfe

Die drei Bauwerke belegen eine für Osnabrück spezifische, nach 1648 außerordentliche Form des Umgangs mit Residenzen als Wohnsitzen hoher geistlicher Würdenträger. Geistliche Fürstentümer wurden bis zum Ende des Alten Reichs formal von katholischen Landesherren regiert. Einzige Ausnahme: Osnabrück. Denn hier galt ab 1650, dass die lutherischen Welfen sich auf dem Bischofsstuhl mit katholischen Landesherren abwechselten. Die Veranstalter der Tagung gehen davon aus, dass sich dies in den Residenzen Iburg, Fürstenau und Osnabrück widerspiegelt.


Tagung zu Residenzen im ehemaligen Fürstbistum Osnabrück

Iburg Rittersaal
Höfische Pracht als Machtlegitimation: Der heutige Rittersaal der Iburg. Foto: Christian Grovermann

Die mit der Capitulatio Perpetua verbundenen Fragen zum Funktionieren von Hof und Residenz greift der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. in diesem Jahr gezielt auf: Unter dem Ttitel „Herrschen – Leben – Repräsentieren. Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600-1800“ veranstaltet er gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern eine interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung. Vom 13. bis 15. September 2012 werden zahlreiche Fachleute aus den Bereichen Kunstgeschichte, Geschichte der Frühen Neuzeit, Regional-, Verfassungs- und Baugeschichte sowie Denkmalpflege in den Räumen des Osnabrücker Schlosses ihre neuen Erkenntnisse präsentieren.

In einem zeitlichen Längsschnitt von 1600 bis 1800 werden dabei Aspekte der Residenznahme, der fürstlichen Repräsentation oder der Absenz thematisiert sowie Fragen der Herrschaftsübernahmen behandelt. Es dürfen spannende neue Einsichten in die Osnabrücker Landesgeschichte erwartet werden, die unter anderem die Erkenntnisse vorausgehender Tagungen und Publikationen deutlich erweitern.

Der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. führt mit der Veranstaltung im September gemeinsam mit der Universität Osnabrück, dem Niedersächsischen Landesarchiv, dem Staatsarchiv Osnabrück, dem Hauptstaatsarchiv Hannover sowie Projektpartnern aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen die Reihe landesgeschichtlicher Tagungen fort, die 2004 mit der Beschäftigung mit der Iburger Residenz des 17. Jahrhunderts begann.

Die Publikation der Tagungsbeiträge ist für Ende 2013 geplant.

Schloss Osnabrück nach 1777
Mitten im Zentrum: Das Osnabrücker Schloss.
Abbildung: Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück


Begleitprogramm

Neben interessanten Fachvorträgen erwarten die Teilnehmer der Tagung außerdem ein herausragendes Konzert mit Bezug zu den barocken Welfenhöfen (in Kooperation mit dem Forum Artium Georgsmarienhütte), sowie Führungen zum Osnabrücker Schloss und zur Iburg.
Die Tagung wird außerdem flankiert von dem theaterpädagogischen Projekt „Figuelotte - Eine phantastische Begegnung“. In diesem erstmals 2006 erfolgreich gezeigten Musical, das 2012 mit 30 Jugendlichen neu einstudiert wird, entführt der Projektpartner, das Musiktheater Lupe aus Osnabrück, die jungen Besucher (6-12 Jahre) in die Welt des Barock und die der im Hier und Heute gelandeten Barockprinzessin Sophie Charlotte.
Flotte Songs, Menuett und Hip Hop, eine spannende Handlung und eine witzige Begegnung zwischen den Zeiten machen den Reiz dieses Stücks für Kinder aus.

Gavotte trifft Hip Hop: Erstmals 2006 inszenierte das Musiktheater Lupe mit Schüler/innen der Region ein Theaterstück über die auf der Iburg geborene Welfenprinzessin Sophie Charlotte.
Foto: LVO


Förderer

Wir danken für die Unterstützung:

  • Bistum Osnabrück
  • Förderkreis Kultur & Schlösser e. V.
  • Heimatbund Osnabrücker Land e. V.
  • Kreisheimatbund Bersenbrück e. V.
  • Landschaft des ehemaligen Fürstentums Osnabrück
  • Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
  • Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück
  • Universitätsgesellschaft Osnabrück e.V.


Kooperationspartner

  • Diözesanmuseum Osnabrück
  • Forum Artium Georgsmarienhütte
  • Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit Osnabrück
  • Landkreis Osnabrück
  • Untere Denkmalschutzbehörde
  • Musiktheater Lupe
  • Nds. Landesarchiv – Hauptstaatsarchiv Hannover
  • Nds. Landesarchiv – Staatsarchiv Osnabrück
  • Stadt Osnabrück - Städtische Denkmalpflege
  • Universität Osnabrück


Kostenbeitrag

Es wird eine Tagungsgebühr von 30 € erhoben. Darin ist die Verpflegung während der gesamten Tagung enthalten. Der ermäßigte Beitrag für Studierende beträgt 25 €. Eine partielle Teilnahme ist für 10 € pro Tag möglich.


Tagungsbüro

Das Tagungsbüro ist beim Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. in der Hofapotheke auf SChloss Iburg eingerichtet. Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Monika Schnuck. Sie erreichen Sie unter T 05403.72455-0 oder info@lvosl.de. Während der Tagung ist Frau Schnuck unter T 0175.9398186 erreichbar.


Informationen

Tagungsort ist die Universität Osnabrück, Schloss Osnabrück, Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

Für Hotelreservierungen verweisen wir Sie an die Tourist-Information Osnabrück, Bierstraße 22/23, 49074 Osnabrück, T 0541.323-2202 oder tourist-information@osnabrueck.de.

Wichtig: Die Innenstadt Osnabrücks darf nur mit grüner Umweltplakette befahren werden!


Tagungsflyer

Hier können Sie den Tagungsflyer herunterladen (PDF 2,9MB).

Telefonisch kann er unter 05403.72455-0 angefordert werden.