Frankreich in Osnabrück | Wissenschaftliche Tagung im September 2022  
 
(c) LMB KasselDrei Jahre nach der ertragreichen Möser-Tagung und damit im schon üblichen Turnus führt der Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. (LVO) auch 2022 ein landesgeschichtliches Symposium durch. Unter dem Titel „Frankreich in Osnabrück. Eine Region in napoleonischer Zeit" beleuchtet er vom 15. bis 17. September 2022 die ersten beiden Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts: eine Umbruchszeit, wie sie Osnabrück nie zuvor erlebt hatte und auch später nicht wieder erleben sollte. Flankiert wird die Tagung in der Schlossaula der Universität am 15. September von einem Osnabrücker Friedensgespräch zum deutsch-französischen Verhältnis heute und am 16. September von einem Konzert der Universitätsmusik.

Historischer Hintergrund

Zwischen 1802, dem Ende des alten Fürstbistums, und 1815, dem Jahr des Wiener Kongresses, durchlief das Osnabrücker Land nicht weniger als sieben Regierungswechsel. Besonders bedeutend waren die Jahre von 1807 bis 1813, in denen Osnabrück unter französischer Herrschaft stand: zunächst als Teil des Königreichs Westphalen unter Napoleons Bruder Jérôme und anschließend als direkter Bestandteil des französischen Kaiserreichs unter Napoleon selbst. Zahlreiche Umwälzungen und Neuerungen kennzeichnen diese Phase – sei es im sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen oder kulturellen Bereich –, die die weitere Geschichte Osnabrücks und der Region nachhaltig geprägt haben.Zollschild 1810-1813 (c) Historisches Museum Hannover, L 001328
Zollschild 1810-1813: Auf ausgebauten Straßen mussten die Passanten Wegezoll und vor den Toren der Stadt Warenzoll entrichten. Während der französischen Fremdherrschaft hing dieses Schild an der Gastwirtschaft "Zollkrug" ("Up den Tollen") in Brink vor Hannover, Stader Chaussee. Es zeigt den französischen Adler mit einem Blitzbündel. Der nördliche Teil des Kurfürstentums Hannover stand anfangs unter der Militärverwaltung des Kaiserreichs Frankreich; 1810 wurde es dem "Königreich Westphalen" unterstellt.

© Historisches Museum Hannover, L 001328

Tagungsthema

Diese Veränderungen, ihre Voraussetzungen und Folgen stehen im Mittelpunkt der Tagung „Frankreich in Osnabrück". Dass eine derartige Veranstaltung mehr als überfällig ist, zeigt die aktuelle Forschungslage, die erstaunliche Lücken aufweist: Die Tagung wird diese gezielt füllen, weiterführende Erkenntnisse liefern und Impulse für weitere Forschungen setzen.
So versprechen die 15 Vorträge spannende neue Einsichten in einen historischen Abschnitt von Stadt und Region, der mehr und bedeutsamere Spuren hinterlassen hat als nur Wörter wie beispielsweise blümerant, Bredouille oder Plaisir.

Die einzelnen Vortragsthemen und der Tagungsablauf können unserem Flyer zur Tagung entnommen werden.

> Tagungsflyer "Frankreich in Osnabrück"

Und hier können Sie Ihre Anmeldung bequem am Bildschirm ausfüllen und uns per E-Mail an schuette@lvosl.de oder auch per Post übermitteln:

> Anmeldeformular zur Tagung

Partner und Förderer

Partner und Förderer der Tagung sind die VGH-Stiftung, die Stiftungen der Sparkasse Osnabrück sowie der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, die Landschaft des ehemaligen Fürstentums Osnabrück, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die Herrenteichslaischaft. Kooperationspartner sind – neben dem Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück – das Museumsquartier Osnabrück, das Diözesanmuseum Osnabrück und das Niedersächsische Landesarchiv – Abteilung Osnabrück.

Informationen und Anmeldung

Für die gesamte Tagung wird eine Tagungsgebühr von 60 Euro erhoben. Darin ist die Verpflegung (Mittags- und Abendimbiss, Tagungsgetränke) während der gesamten Tagung sowie die Teilnahme am Museumsbesuch enthalten. Eine partielle Teilnahme ist für 25 Euro pro Tag möglich. Für Studierende mit gültigem Studierendenausweis ist die Teilnahme nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Um Anmeldung bis zum 2. September 2022 wird gebeten – möglichst mit dem Anmeldeformular vom Tagungsflyer.

Ansprechpartner ist René Schütte, T 0541600585-16 oder schuette(at)lvosl.de.