Plattsounds: Online-Voting und Finale in Schneverdingen
Noch bevor am 7. November das Finale des Plattsounds-Bandcontests in Schneverdingen stattfindet, ist das Publikum gefragt: Noch bis zum 2. November können Musik- und Plattdeutschbegeisterte online darüber abstimmen, welche Band oder welcher Solo-Act den Publikumspreis 2026 erhält. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 300 Euro dotiert.
Große musikalische Bandbreite
Ob aus Emden, Hannover, Osnabrück, Lüneburg oder Braunschweig: Zur Wahl stehen bei Plattsounds 2026 zwölf plattdeutsche Eigenkompositionen aus allen Teilen Niedersachsens. Dabei ist die musikalische Bandbreite groß und reicht von Pop und Rock über Indie und Alternative bis hin zu Punk und Metal. Entsprechend vielfältig sind auch die Themen der eingereichten Songs. Sie tragen Titel wie „De Spöök vun güstern“, „Stikt joon Haas weg“ oder „Ik bün so gröön“ und handeln von Liebe und Freundschaft, setzen sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinander oder erzählen augenzwinkernd vom ganz alltäglichen Leben. Mel Robin aus Osnabrück tritt mit “Efeu” an: “Du kanns’ datt unnergoahende Schipp nich retten, während dien äigens buten unnergaht …”
Zum Online-Voting geht es hier.
Zwölf Stimmen, ein Abend, viele Überraschungen: Das Finale von Plattsounds
Beim Finale des plattdeutschen Musikwettbewerbs am 7. November 2026 im Kulturhaus „Alte Schlachterei“ in Schneverdingen stehen zwölf Bands und Solokünstlerinnen und -künstler aus ganz Niedersachsen im Rampenlicht. Mit ihren Songs machen sie hörbar, wie vielfältig Niederdeutsch heute klingt: mal laut, mal leise, mal rau, mal berührend. Vor allem aber überraschend und zeitgemäß.
Für das Finale qualifiziert haben sich: Broken Silence aus Barsinghausen, Die Garteninstrumente aus Bad Bevensen, Eythee aus Lüneburg, HeidRock aus Walsrode, MARTENS u. MARTENS aus Emden, Martin Lauló aus Braunschweig, Mel Robin aus Osnabrück, no decision. aus Hannover, Polar Orchid aus Hildesheim/ Braunschweig, Rubyn aus Loxstedt/ Stotel, Sleepless in Suburbia aus Einbeck und The Reveries aus Hannover.
So unterschiedlich die zwölf Finalistinnen und Finalisten sind, eines verbindet sie: Sie singen in einer Sprache, die oft mit Tradition und Vergangenheit verbunden wird, und machen daraus etwas Zeitgemäßes. Zwischen Indie-Pop, Rock, Alternative und Singer-Songwriter-Sounds sind so Lieder entstanden, die das Publikum unmittelbar mitnehmen. Das Spektrum reicht von fein erzählten, persönlichen Geschichten, über humorvolle Lieder gespickt mit allerlei Wortwitz bis hin zu kraftvollen, gesellschaftskritischen Songs.
Die Jury
„Die zwölf Bands und Solokünstlerinnen bzw. Solokünstler versprechen einen abwechslungsreichen Konzertabend und machen die Entscheidung für die Jury alles andere als leicht. Wer am Ende die Plätze eins bis drei belegt, entscheidet sich erst auf der Bühne“, resümiert Anne Denecke, Geschäftsführerin des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.
Die Bewertung übernimmt eine vierköpfige Fachjury: Paul Weber (DenManTau), Ilka Brüggemann (NDR 1 Niedersachsen), Jesse Franz (Fachberater für die Region und die Sprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch im Unterricht beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Lüneburg) sowie Grietje Kammler (Ostfriesische Landschaft). Sie vergeben die Plätze eins bis drei und entscheiden damit über Preisgelder in Höhe von 1.000, 600 und 300 Euro.
Seit 2011 ist Plattsounds die wichtigste Bühne für junge niederdeutsche Musik in Niedersachsen. Der Wettbewerb macht deutlich, dass regionale Sprache und junge Musikkultur hervorragend zusammenpassen. Wer erleben möchte, wie kreativ, vielfältig und überraschend Niederdeutsch daherkommen kann, sollte sich den Finalabend nicht entgehen lassen.
Live-Stream | Weitere Infos
Wer nicht nach Schneverdingen kommen kann, hat die Möglichkeit, das Finale per Livestream zu verfolgen. Dieser wird am Veranstaltungsabend unter www.plattsounds.de zu sehen sein.
Plattsounds-Finale: 07.11.2026, Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr
Kulturhaus “Alte Schlachterei”, Am Markt 2, 29640 Schneverdingen
Eintirtt frei
Der Bandcontest ist ein Kooperationsprojekt von neun niedersächsischen Landschaften und Landschaftsverbänden. Die diesjährige Durchführung liegt beim Lüneburgischen Landschaftsverband. Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.